Longline
Nachdem beim letzten Versuch über die 100 Meter Marke zu gehen, das schon beschädigte Band nicht mehr mitmachte ging es diesen Mittwoch mit einem brandneuen Band Los zu diesem absolut perfekten Longlinespot.
Am Mittwoch bauten Moritz und ich gemeinsam die etwa 100 Meter lange Line auf. Ein Aufbau einer längeren Line mit nur zwei Personen und dem uns zur Verfügung stehendem Equipment wäre auch kaum möglich gewesen. Zuerst zogen wir die gröbste Dehnung von gut 3 Metern mit dem Flaschenzug aus dem Band, um dann den Rest mit dem Kettenzug (8m Kette) zu Spannen. Und dann durfte ich das erste mal, das neue Landcruising Verve Band einmal ausprobieren. Der erste Versuch auf dem Band verlief ganz vernünftig, ich schaffte fast die komplette Länge auf dem Band. Etwa 15 Meter vor dem Ziel wurde ich jedoch unkonzentriert und ich stürzte...
Auch der nächste Versuch war leider nicht vom Erfolg gekrönt, wir spannten das Band noch ein wenig nach und nun war Moritz an der Reihe. Auch beim ihm klappte es nicht. Nun startete ich von der "fixen" Seite und schaffte es die Line durchzulaufen. Zum Schluss verletzte ich mich noch leicht, da ich unbedingt ganz bis zur Banane laufen wollte und dann einen Schritt davor neben das Band stieg, und einen etwas unglüglichen Abgang machte. Doch die 100m waren geschafft, auch Moritz holte sich nach einigen Begehungen die 100m. Doch es war klar: Da geht noch mehr!
Darum gings am Donnerstag wieder zu dem Spot. Der "Spannbaum" blieb der gleiche, doch der "Zielbaum" war etwa 30 Meter weiter entfernt. Zu dritten holten wir mit dem Flaschenzug etwa 2 Meter mehr aus dem Band heraus bevor wir den Kettenzug einhängten. Beim Anlegen der Baumschoner stürzte ich an einer Kante zum weg so unglücklich, dass mir mein rechtes Fußgelenk ordentlich weh tat, aber von so etwas lässt man sich bei einem Versuch auf 125 Meter nicht abhalten!
Auch hier schaffte ich die Distanz nicht on-sight doch nach kurzem Nachspannen klappte es im zweiten Versuch! Philip hatte nach langer Slackline-Pause kein Ticket schaffte aber auch etwa 40 Meter auf dem Band. Moritz hatte einen Kletterkurs zu geben und konnte deshalb leider nicht laufen. Danke an dieser Stelle für die tatkräftige Aufbauhilfe.
Zum Band: die Landcruising Verve Line ist der würdige Nach-Nachfolger des bekannten White Magic Bandes. Die Line läuft sich sehr angenehm, insbesondere kamen mir die Kanten nicht mehr so scharf vor wie bei der White Magic. Auch die Oberfläche fühlt sich etwas angenehmer, griffiger, an. Mo fasste das "Gehgefühl" so zusammen: "Wie ein Wohnzimmerteppich!"
Fürs Longlinen also empfehlenswertes Band, andere Anwendungsbereiche habe ich bisher noch nicht getestet.
[Update]
Beim Nachmessen des Spots mit dem Laser hat sich herausgestellt, dass die Line exakt 140 Meter lang war. Daher also aktuelle Bestmarke 140m!
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Nach langer Regenpause war das Wetter endlich mal wieder schön. Was lag also näher eine Waterline zu spannen? Es ging, wie auch vor etwa zwei Wochen schone einmal (ohne Bericht), zum Floriansee. Die Line war in üblicher Zeit aufgebaut. Der starke Wind und das nur mäßig warme Wasser bewogen uns nach einer guten Stunde Slacken über dem See die Line abzubauen und zu einem Longlinespot zu fahren den Moritz bei der Anfahrt entdeckt hatte.
Der Spot ist einfach nur genial: Dicke Bäume in allen Abständen die man sich nur wünschen kann sowie verkehrstechnisch gut gelegen. Ideal!
Also nahmen wir, wie zuvor bei der Waterline auch schon, mein 190m White Magic von Landcruising. Das Band ist das, was Michi Aschaber schon einmal gerissen hat. Damals bei einer Last von 1,9 to. Bei 2,8 to dürfte es eigentlich erst reißen. Aber erstmal von vorne:
Wir suchten uns an dem Spot zwei schöne Bäume in etwa 100 Meter Entfernung (grob mit einer anderen Slackline ausgemessen). Bedenken bezüglich des Bandes hatte ich keine: Im Frühjahr bin ich die Line ohne Probleme mehrfach auf 90m Länge gegangen. Mein Kettenzug ist zudem bis maximal 1,5 to Last spezifiziert. Ein erreichen der 1,9 to bei der das Band schon einmal versagte also sehr unwahrscheinlich. Wir spannten die Line mit dem Flaschenzug ein Stück vor, um dann den Kettenzug einzuhängen. Zusätzlich sicherten wir nach der Entlastung des Flaschenzugs die Banane und den Haken des Kettenzugs simpel ab: Da kein passender Baum in der Nähe war zog immer einer von uns dreien über zwei miteinander verbundene Rundschlingen (so gehalten, dass es das Band aus der Hand reißt und die Hand bei Zug nicht in der Schlinge ist) die Banane etwas seitlich, um bei einem Riss die Metallteile so abzulenken, dass sie am Baum und dem an der Ratsche vorbeifliegen. Gerade in dem Moment als Basti ein Bild machte passierte es dann: Ein lautes Geräusch, Moritz am Kettenzug duckt sich nach unten, ich greife die Sicherung etwas fester und schon fliegt an uns die Slackline vorbei.
Nach einem kurzen Blick die große Erleichterung: Niemand ist etwas passiert. Die erste Frage die sich uns stellt: Wo ist das Band gerissen? Es zeigt sich: das Band in der Banane ist intakt. Das Band ist etwa 5 Meter vom gegenüberliegenden Fixpunkt gerissen. So wie es aussieht war es auch dieses mal wieder ein Webfehler (Riss beginnt in der Mitte des Bandes, nicht am Rand). Genauere Untersuchungen stehen aber noch aus.
Damit ist dieses Band (nach zwei Rissen) definitiv nicht mehr zum Longlinen zu verwenden. Ich möchte niemanden und auch mich selbst nicht dem sehr wahrscheinlichen Risiko eines erneuten Bandrisses aussetzen. Dadurch ist mein Projekt 100+ für dieses Jahr wohl auch gestorben. Mein anderes Longlineband ist nur exakt 100 Meter lang und Geld mir ein neues 200 Meter Band zu leisten habe ich derzeit nicht. Außer es findet sich ein großzügiger Sponsor....
Update: In den letzten Tagen habe ich mit den Jungs von Landcruising gemailt und telefoniert: Ein Webfehler ist wohl auszuschließen, vermutlich ist der Grund bzw. die Gründe für den Riss die massiven Vorbelastungen und der vorhergegangene Riss. Das sind aber alles nur Vermutungen und noch keine endgültigen Ergebnisse. Das Band wird im Detail noch untersucht und überprüft. Sollte es da Neuigkeiten geben werde ich den Artikel selbstverständlich wieder aktualisieren. An dieser Stelle nochmal ein Lob: Es ist den Jungs wirklich etwas an der Aufklärung des Problems und der Ursachenforschung gelegen!
Letzten Samstag gings früh los: Um kurz nach 7 holten mich Lukas Irmler und Bernhard Röttgers ab und wir fuhren gemeinsam nach St. Johann in Tirol zu Michi Aschaber. Michi wollte, wie bereits im November, seinen eigenen Weltrekord von 217 Metern knacken.
Der Aufbau kostete uns einige Zeit, da wir das Band nach dem ersten Aufbauversuch noch einmal komplett entspannen mussten: Wir hatten mit weniger Dehnung gerechnet und konnten so nur etwa 1,8 to Vorspannung erreichen. Beim zweiten mal klappte dann aber alles ausgezeichnet und so spannten wir das Band auf etwa 2,4 Tonnen. Durch einen besonderen Aufbau war es uns möglich die Höhe des Bandes am Startpunkt bei nahezu gleichbleibender Spannung zu verändern.
Lukas und Michi war es möglich etwa 140 Meter zurückzulegen. Später machte auch der zunehmende Wind Probleme so, dass es auch dieses mal bei einem Weltrekordversuch blieb.
Am frühen Nachmittag entschlossen wir uns das Band abzubauen. Lukas, Berni und ich fuhren dann noch kurz in die Wolfsschlucht um eine Highline zu spannen.
Bilder sind in der Galerie zu finden.
Laut Wetterbericht sollte es am Sonntag schönes Wetter geben. Was lag also näher mal wieder am alt bekannt Spot am Simsee eine Longline aufzubauen. Sonntagmorgen sah das ganze aber dann nicht ganz so rosig aus wie ersprochen: 6°C und tief hängender Nebe, dafür dank Vulkan keine Flugzeuge.... So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Während ich aber zum Bahnhof Rosenheim fuhr um Maxi zu hohlen aber rissen die Wolken auf und es wurde richtig schön.
Am See angekommen bauten wir, mittlerweile sehr eingespielt, die Line mit einer Länge von etwa 90 Meter auf. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Spannens mit dem Kettenzug startete ich zum ersten Versuch. Kurz darauf kam ich glücklich am anderen Endes des Bands an: 90 Meter Longline onsight yeeha.
Kürzlich hatte ich von einem bekannten ein Schlauchband aus Bundeswehr beständen bekommen. Das musste natürlich gleich mal getestet werden. Da schon abzusehen war dass, das Band viel Dehnung hat bauten wir gleich mit dem Flachenzug auf eine Länge von etwa 15 Metern auf. Eta 3 bis 4 Meter Dehnung zogen wir raus. Unglaublich cooles Band: enorm viel Kraft durch die hohe Vorspannung und dennoch angenehm zu gehen.
Nächster Versuch: Schlauchband als Jumpline. Auf einer Länge von 8 Metern zogen wir etwa 3 Meter Dehnung aus dem Band. Wooah, was für ein Ding. Durch die gigantische Vorspannung in Kombination mit der Dehnung hat das Band einen enormen rebounce. Da macht das Jumpen richtig Spaß.
Insgesamt schaffte ich drei Begehungen der Longline, zwei Versuche endeten nach ca. 3/4 der Strecke.
Gegen Nachmittag schafften wir es gerade noch rechtzeitig unser Equipment sicher im Auto zu verstauen. So konnten wir das Gewitter trocken im Auto überstehen.
Bei, für diese Jahreszeit, angenehmen Temperaturen um Null Grad bin ich diesen Samstag mal wieder zu meinem Lieblingslonglinespot an den Simsee bei Baierbach gefahren. Interessant wäre es sicher auch gewesen eine Line über den gefrorenen See zu spannen, da aber das Eis nicht mehr überall sehr Tragfähig wurde die White Magic doch über schönen weissen Schnee gespannt. Ausnahmsweise bin ich dieses mal die Line nicht Barfuß sondern mit Schuhen gegangen. Auch das hat auf die 65 Meter wie erwartet gut geklappt. Wenn es in nächster Zeit also wärmer wird, hoffe ich bald auf 85 Meter gehen zu können.

